Am 25. Januar 2026
Die Vorbereitung auf die Erstkommunion hat begonnen, in Böfingen und in Jungingen. In jeder Kirchengemeinde sind es acht Kommunionkinder. Sie freuen sich auf das erste große Fest in ihrem Leben, das sie bewusst erleben. Bei der Taufe waren die meisten ja noch ziemlich klein. Kommunion, das kommt vom lateinischen Communio, ins Deutsche übersetzt: Gemeinschaft. Wir feiern Gemeinschaft, Gemeinschaft mit Gott. Jesus kommt zu uns in der Gestalt des Brotes. Er hat mit seinen Jüngern das Abendmahl gefeiert und er feiert es mit uns, an allen Sonntagen, an Feiertagen und auch an Werktagen. Gemeinschaft mit Jesus, Gemeinschaft mit Gott, Kommunion. Wir feiern auch Gemeinschaft miteinander. Die Kinder treffen sich regelmäßig zum Kommunionunterricht. Sie erfahren: Ich bin nicht allein. Auch andere Kinder bereiten sich auf die Kommunion vor. Wir gehören zusammen. Die Kinder besuchen Gottesdienste, im Idealfall zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern. Kinder gehen nach ihrer Kommunion zu den Ministranten. Auch da erleben sie Gemeinschaft. Kleine und große Minis, das ist fast so etwas wie eine Familie. Die großen Geschwister zeigen den kleinen wie das geht, ministrieren. Die Großen passen auf die Kleinen auf, beim Ministrieren im Gottesdienst, bei den Proben, bei der Mini-Runde, beim Ausflug, bei der Mini-Freizeit, bei der Mini-Weihnachtsfeier. Die Kleinen schauen zu den Großen auf und denken sich: So wie die Oberministrantin, so wie der Oberministrant, so möchte ich auch mal werden. Kinder und Jugendliche treffen sich in der KjG-Gruppenstunde. Kinder besuchen den Schutzengelkurs. Kinder und Jugendliche singen im Kinderchor, im Jugendchor. Gemeinschaft, Communio, das erfahren wir, das schätzen wir, hier in der Kirche, in der Gemeinde, nicht nur im Gottesdienst. Ältere treffen sich im Seniorenclub in Böfingen und im Rentnercafé in Jungingen. Frauen und Männer singen im Kirchenchor Choreluja. Musikbegeisterte musizieren zusammen im Musikprojekt an den großen Festen. Wir sind zusammen beim Kaffee nach dem Gottesdienst. Wir feiern gemeinsam Feste im Gemeindehaus und auf dem Kirchplatz. Wir achten aufeinander. Wenn wir feststellen, jemand war schon lange nicht mehr da, im Gottesdienst, bei anderen Anlässen, dann fragen wir nach. Was ist los? Ist er, ist sie krank? Können wir etwas tun für sie, für ihn? Uns leitet der gute Hirte. Er schaut nach seinen Schafen, nach den großen und nach den kleinen. Er schaut nach jedem einzelnen. Gemeinschaft, Communio, das ist wichtig, das ist wertvoll, in einer Zeit, in der immer mehr Menschen unter Einsamkeit leiden. Wir haben das Heilmittel dagegen, für Groß und Klein. Stichwort Heilmittel: Am Ende dieses Gottesdienstes feiern wir den Blasiussegen. Der heilige Blasius war Bischof in Sebaste in Armenien im 3. Jahrhundert. Seinen Gedenktag feiern wir am 3. Februar. Die Legende erzählt: Ein Kind hatte eine Fischgräte verschluckt und drohte zu ersticken. Blasius betete für das Kind und es wurde gerettet. Wir empfangen den Blasiussegen. Wir bitten Gott, dass er auch uns Gesundheit schenkt, besonders jetzt, wenn Erkältungen und Infekte die Runde machen. Der Blasiussegen wird mit zwei gekreuzten Kerzen gespendet. Dazu wird das Segenswort gesprochen: Der Herr sei dein Licht und dein Heil. Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
Bildnachweis
- Erstkommunion vor einem Jahr - Foto: Wolfgang Feilen © 2025

