Am 26. April 2026
Der Sinn des Lebens ist erfüllt, wo Liebe ist. Unser Jahresthema ist zu sehen auf unserer Osterkerze. Seit der Osternacht steht sie hier vorne beim Altar. Sie steht für Jesus Christus, der von den Toten auferstanden ist. Auf der Osterkerze zu sehen ist ein rotes Kreuz. Rot ist die Farbe der Liebe. Aus dem Kreuz schlagen rote und gelbe Flammen nach oben, Osterfeuer, Osterlicht. Jesus Christus ist das Licht. Er macht unsere Welt hell. Sein Licht ist stärker als der Tod. Die Flammen stehen auch für das Osterfeuer. An ihm wurde die Osterkerze entzündet. Das Feuer ist das Zeichen des Heiligen Geistes.
Er begeistert die Menschen für Jesus Christus, für sein Evangelium. Der Geist bewegt die Christen von Anfang an. In der Apostelgeschichte ist immer wieder davon die Rede. Die Lesungen jetzt in der Osterzeit sind oft aus der Apostelgeschichte entnommen. Der Geist begeistert und inspiriert uns. Der Sinn des Lebens ist erfüllt, wo Liebe ist. Unser Jahresthema inspiriert auch die Osterkerze drüben in Jungingen. Auf ihr ist ein großes rotes Kreuz zu sehen. Wenn man genauer hinschaut, entdeckt man: Das Kreuz besteht aus vielen kleinen roten Herzen. Viele einzelne Herzen formen das Kreuz. Viele einzelne Menschen formen und gestalten die Kirche. Viele einzelne Menschen, sie haben ein Herz für die Menschen und für Gott. Sie kommen hierher in die Kirche. Sie feiern den Gottesdienst mit. Sie gestalten den Gottesdienst mit, mit dem, was jede und jeder beitragen kann. Viele einzelne Menschen formen und gestalten Kirche, weit über den Gottesdienst hinaus, im Kirchengemeinderat, in verschiedenen Gruppen und Aktionen, in der Hilfe für Menschen, die Hilfe brauchen. Kirche, Gemeinde, das gibt es, weil viele einzelne Menschen kommen, mitmachen, sich einbringen, regelmäßig, zuverlässig, treu. Kirche, Gemeinde, Gottesdienst, das gibt es, weil Menschen verlässlich da sind, mithelfen, Verantwortung übernehmen. Kirche, Gemeinde, Gottesdienst, würde es das auch geben, wenn wir sagen würden: Ich gehe nur hin, wenn ich Lust dazu habe? Oder: Ich gehe nur hin, wenn ich nichts Besseres vorhabe, an diesem Sonntag, an diesem Wochenende? Wir sind eine Solidargemeinschaft. Vor einiger Zeit ist eine junge Frau, die aus der Kirche ausgetreten war, wieder eingetreten. Ich habe sie gefragt: Warum tun sie das? Ihre Antwort: Ich habe meinen Glauben nie verloren. Er trägt mich und - ich möchte wieder Teil der Solidargemeinschaft Kirche sein. Die Kirche tut so viel Gutes. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen. Unsere Kirche, unsere Gemeinde, unsere Gottesdienste, unsere Hilfe für Menschen in Not, das gibt es, weil wir uns aufeinander verlassen können. Unsere Kirche, unsere Gemeinde, unsere Gottesdienste, die gibt es, weil wir uns auf den verlassen können, der uns hier zusammenruft. Die Osterkerze ist sein Zeichen. Er lebt mitten unter uns. Er inspiriert uns. Er begeistert uns. Die Osterkerze in Böfingen wurde von Ricarda Simon gestaltet, die Osterkerze in Jungingen von Thomas Dehm. Beiden danken wir herzlich dafür. Der Sinn des Lebens ist erfüllt, wo Liebe ist.
Pfarrer Dr. Bernhard Lackner
Bildnachweise:
- Erstkommunion mit Osterkerze in Böfingen FOTO: Wolfgang Feilen © 2026
- Erstkommunion mit Osterkerze in Jungingen FOTO: Frank Houdek © 2026

