Am 15. März 2026

wahl sw

 

Wir bereiten uns vor auf Ostern. Wir schauen auf unser Leben. Was haben wir gut gemacht? Was nicht? Dabei hilft uns unser Jahresthema: Der Sinn des Lebens ist erfüllt, wo Liebe ist. Uns hilft der Psalm 23, der Psalm vom Guten Hirten. Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er begleitet mich auf allen meinen Wegen. Ich versuche, ihm zu vertrauen. Ich suche seine Nähe. Wo kann ich ihm begegnen?

Ich bete. Ich schaue mir eine Sendung an, in der es um Gott und die Welt geht. Ich lese einen Artikel im Internet, in dem es um Gott und die Welt geht. Ich spreche mit anderen darüber. Ich gehe in den Gottesdienst, am Sonntag, am Feiertag, am Werktag. Die Gemeinschaft der Gläubigen hilft mir, tut mir gut. Das ist ein bisschen so wie mit dem FC Bayern oder mit dem SSV Ulm. Wenn ich ein Fan bin, dann habe ich eine Dauerkarte, dann bin ich im Stadion, bei jedem Heimspiel, auch wenn es regnet, auch wenn es stürmt und schneit, auch wenn Spiele verloren gehen. Steh auf, wenn du ein Ulmer bist! Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Manchmal habe ich die Aufgabe, so wie der gute Hirte zu handeln, im Blick auf die Menschen, die mir anvertraut sind, in der Familie, bei der Arbeit, in der Freizeit, in der Kirche. Sie sollen das Leben haben, gutes Leben, Leben in Fülle. Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen. Grüne Auen. Unsere Umwelt ist bedroht. Die Meere werden durch Mikroplastik vergiftet. Der Klimawandel schreitet fort. Regenwälder sterben. Starkregen, Überschwemmungen, Hitze, Dürre nehmen zu. Ich versuche zu tun, was ich kann. Ich versuche, unnötige Fahrten mit dem Auto zu vermeiden, mehr mit dem Rad zu fahren, mit der Bahn, oder einfach zuhause zu bleiben. Ich versuche, bewusst einzukaufen, nur das, was ich wirklich brauche, in Verpackungen, die wieder verwendet werden können. Ich versuche, meinen Müll anständig zu entsorgen, damit die grünen Auen erhalten bleiben und der Ruheplatz am Wasser. Er lässt mich lagern auf grünen Auen. Er führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir. Im Leben gibt es nicht nur gute Zeiten, sondern auch schlechte Zeiten. Ich traue mich, nach Hilfe Ausschau zu halten, nach Menschen, denen ich vertraue. Ich traue mich, nach Gott Ausschau zu halten. Er begleitet mich, auch wenn der Weg durch das Tal führt. Er ist bei mir. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher. Der gute Hirte, er hat mich gesalbt, mit Chrisam, bei meiner Taufe, bei meiner Firmung. Ich gehöre zu ihm. Er ist der Christus, der Gesalbte. Ich bin Christ. Dafür danke ich ihm. Ich versuche, so zu leben wie er. Ich versuche, meine Aufgaben in der Welt und in der Kirche zu erfüllen. Ich darf Gast sein an seinem Tisch. Er ist bei mir in Brot und Wein. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher. Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Wir versuchen, ihm zu vertrauen. Wir versuchen, nach seinem Vorbild zu handeln, für die Menschen, die uns anvertraut sind. Wir bekennen: Wir bleiben hinter diesem hohen Anspruch zurück.

 

Pfarrer Dr. Bernhard Lackner

 

Bildnachweise:

  • Dein Stecken und Stab geben mir Zuversicht - KI-generiert 
  • Du führst mich zum Ruheplatz am Wasser - KI-generiert 
  • Du deckst mir reichlich den Tisch - KI-generiert